Arbeitsbericht des Genealogieforums

Arbeitsbericht für das 1. Halbjahr 2025 und Arbeitsplan für das 2. Halbjahr 2025

Nachdem das Genealogieforum in Potsdam mit einem Vortrag von Hermann Hartenthaler zur KI in der Familienforschung im Januar gestartet war, wurde unsere Vortragsreihe im Februar mit Thomas Kraft fortgesetzt. Thomas Karft ist Vorstands-Beisitzer beim Pommerschen Greif und Schriftleiter vom vereinseigenen Mitteilungsblatt „Sedina-Archiv“. Er stellte den Verein „Pommerscher Greif“ vor. Er führte durch die Datenbanken, nannte Ansprechpartner und stellte wichtige Publikationen vor.
Da die meisten Berliner und Brandenburger Vorfahren in Pommern haben, waren wir sehr gespannt auf seine Hinweise zur Nutzung des Angebotes vom Pommerschen Greif. Thomas Kraft ist auch Mitglied der BGG „Roter Adler“ und erarbeitet gegenwärtig das Ortsfamilienbuch für Wandlitz und die zugehörigen 9 Ortsteile. Im Nachgang zur Veranstaltung stellte er seinen Vortrag zur Verfügung und so konnte dieser an die Mailingliste verteilt werden.

Im November 2024 waren wir zu Besuch im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam. Frau Dr. Bosch, die Leiterin der dortigen Bibliothek, stellte uns die Bibliothek vor und ließ uns in historischen Büchern blättern. Am Rande des Besuches konnte Uwe Müller mit Frau Dr. Bosch die ausführliche Vorstellung der Bibliothek im Rahmen unseres Genealogieforums Potsdam vereinbaren. Am 6. März war es nun soweit.
Die Bibliothek hat im deutschsprachigen Raum den größten Bestand zum Gebiet Militärwesen. Im Vortrag wurde erläutert, welche militärischen Quellen Informationen zur genealogischen Recherche bieten. Es wurden sowohl Druckwerke in militärhistorisch ausgerichteten Bibliotheken vorgestellt, als auch Archivquellen sowie einschlägige Datenbanken bzw. Seiten im Internet. Anhand von Beispielen wurde der jeweilige Quellenwert eingeschätzt. Nach dem Vortrag blieb genügend Zeit für Diskussion und Austausch.

Hier einige interessante Links aus dem Vortrag:

Im April setzte unsere Forscherkollegin S. Rüters die Reihe der Vorstellung der persönlichen Forschungen fort. Sie berichtete über ihre weitverzweigte Familie mit den Schwerpunkten Straßburg im Elsaß, Halberstadt, Posen und Bremen. Aus den Erfahrungen in verschiedenen Landstrichen und der Kenntnis der örtlichen Forschungsmöglichkeiten konnte sie so manchen Hinweis geben.

Aus den Kontakten auf dem Deutschen Genealogentag in Berlin ergab sich im Mai ein Beitrag von Klaus Pitschke, Vorstandsvorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung e.V.“, AMF.
Die AMF wurde 1962 in Kassel gegründet und hat gegenwärtig ca. 600 Mitglieder.
Seit mehreren Jahren ist die Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung e.V. dabei, ihre Archivbestande im Staatsarchiv Leipzig zu digitalisieren. Damit verbunden war eine Erweiterung der Archivdatenbank, die seit September 2024 für die Öffentlichkeit freigeschaltet worden ist. Tektonik und Suchmechanismen wurden vorgestellt. Ebenso sind in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen worden, unter den Begrifflichkeiten Mitteldeutsches Familienbuch und Eichsfelder Familienbuch quellengesicherte Gedcom-Dateien für die Öffentlichkeit durchsuchbar anzubieten. Der aktuelle Umfang wurde vorgestellt.

In diesem Jahr, im Juni, führte unsere Exkursion zum Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung nach Berlin. Herr Schlösser, Archivar des Dokumentationszentrums, begrüßte uns und gab einen Überblick. Wenn auch direkte ,personenbezogene Daten nur zufällig zu erwarten sind , so bieten sich Fluchtberichte, Briefkonvolute, einschlägige Dokumente, wie Vertriebnenausweise, und die Objektsammlung zur Recherche an. Der Lesesaal ist auch am Wochenende geöffnet und so kann auch die Bibliothek gut genutzt werden. Im Lesesaal wird auch eine große Anzahl von Heimatzeitungen vorgehalten. Im Anschluss konnte die Ausstellung besucht werden.
Ein besonderer Hinweis galt den Sammlungsaufrufen: Unter der Überschrift 80 Jahre Flucht und Vertreibung werden gegenwärtig persönliche Erinnerungen aus dieser schweren Zeit zur Aufbewahrung und Aufarbeitung erbeten.

Hier noch der Arbeitsplan für das 2. Halbjahr 2025:

  • 11. September : Andreas Kitschke, Sachbuchautor und Bauingenieur, berichtet über die Restaurierung des Campaniele der Friedenskirche am Park Sanssouci
  • 02.Okober: Die Vereinigung der Sudetendeutscher Familienforscher e.V. stellt sich vor
  • 06. November: Olaf Jablonsky, Leiter der Forschungsgruppe Nordmasuren der AGoFF, kommt zu uns
  • 11.Dezember: Weihnachtsfeier und Gespräch mit Heinz Meier zu seinen Forschungen im Vogtland, die bis ins 12. Jahrhundert zurück reichen.

Soweit der Bericht. Wir freuen uns auf das Wiedersehen am 11.September – Achtung, das ist der 2. Donnerstag im September – und wünschen allen bis dahin eine gute Zeit.